"Wir können über das Leben nichts wissen, es sei denn, wir erzählen Geschichten."

Hannah Arendt

Biografiearbeit weiter denken“ – FaBia-Biografiearbeit-Salons online 2026

Unter diesem Motto möchten wir uns in 2026 gemeinsam mit allen Interessierten über neue Perspektiven der Biografiearbeit austauschen und über die Zukunft von FaBia nachdenken. Jedes Vorstandsmitglied moderiert einen Biografiearbeit-Salon und gibt einen kurzen Einblick in die eigene Praxis. Du bist herzlich eingeladen zum Mitmachen und Weiterdenken! Schreib uns eine Mail, wenn du teilnehmen möchtest.

2. Biografiearbeit-Salon am Mittwoch, 25.03.2026, 18:00-19:30 Uhr mit Prof. Dr. Constanze Schulze-Stampa, Nürtingen

Thema folgt noch 

Weitere Termine: 
Mittwoch, 03.06.2026, 18:00-19:30 Uhr mit 
Michael Kastl, Flensburg/Ellwangen
Mittwoch, 16.09.2026, 18:00-19:30 Uhr mit 
Herta Schindler, Kassel
Ein weiterer Termin mit Irene Sperfeld, Dresden, folgt im Herbst.

 

Vergangene Veranstaltungen der Reihe:

Der 1. Biografiearbeit-Salon fand statt am Mittwoch, 14.01.2026, 18:00-19:30 Uhr mit Isabel Morgenstern, Berlin

Thema: Was wir meinen, wenn wir von Biografiearbeit sprechen
Biografiearbeit ist ein wachsendes Feld. Gemeinsam widmen wir uns der Frage: Was ist Biografiearbeit? Was meinen wir, wenn wir davon sprechen? Wo sind Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede? Und was können wir voneinaner lernen? Im gemeinsamen Austausch besteht die Möglichkeit, sich kennenzulernen und sich gegenseitig zu inspirieren. Zudem bietet der Salon kleine kreative Impulse, um für das neue Jahr – also den nächsten Schritt in der Biografie – Inspiration und Kraft zu schöpfen. 

 

 

Über FaBia e.V.

Jeder Mensch hat eine Biografie. Sie entsteht durch die subjektive Aneignung dessen, was wir erleben. An einer eigenen, konsistenten Biografie zu arbeiten, kann Menschen helfen, eine tragfähige Identität zu entwickeln. Biografiearbeit ist eine angeleitete Art und Weise, sich dieser Lebensaufgabe zu stellen.

Der 2010 gegründete Fachverband FaBia e.V. will Biografiearbeit als eigenständigen Ansatz qualitativ beschreiben, fördern und in verschiedenen Praxisfeldern verbreiten.

FaBia bietet für Mitglieder Raum für Austausch, Fachdiskussion und Vernetzung.

FaBia zertifiziert zudem Langzeitfortbildungen in Biografiearbeit.

 

Unsere Ziele

Der Fachverband hat sich zum Ziel gesetzt, Biografiearbeit als eigenständigen Ansatz qualitativ zu beschreiben, zu fördern und in verschiedenen Praxisfeldern zu verbreiten.

Der Fachverband will für seine Mitglieder, die in ihren beruflichen Kontexten Biografiearbeit nutzen, ein Raum für Fachdiskussion und Vernetzung sein. Der Austausch von Praxiserfahrungen, die Förderung der Theoriebildung und die Anregung wissenschaftlicher Forschung sind dabei unsere Intentionen.

Der Fachverband will die Vielfalt der Zugänge und Methoden im biografischen Feld sowie unterschiedliche Berufsgruppen und Persönlichkeiten in ein lebendiges Miteinander bringen.

Ziel des Fachverbandes ist außerdem die Unterstützung und Förderung von Fort- und Weiterbildungsinstituten sowie von Fach- und Regionalgruppen, die sich den Zielen von FaBia e.V. anschließen.

Begleitet wird der Fachverband durch einen wissenschaftlichen Beirat, der derzeit neu zusammengesetzt wird.

Zur Vernetzung wurde diese Webseite eingerichtet, die Informationen, Material und Veranstaltungshinweise bietet. Auf der Webseite können Mitglieder auch eigene Beiträge veröffentlichen. Bitte schicken Sie diese per E-Mail an: info@fabia-ev.de

 

Zertifizierung von Fortbildungen

Der Fachverband zertifiziert Langzeitfortbildungen in Biografiearbeit, die einen hohen Qualitätsstandard gewährleisten und ein Gütesiegel darstellen, das berufliche Perspektiven in unterschiedlichen Arbeitsfeldern eröffnet.

Hier sind die Richtlinien zur Zertifizierung von Langzeitfortbildungen zur Biografiearbeit durch FaBia e.V. zu finden.

 

Vorstand von FaBia e.V.

Der Vorstand wurde im Mai 2025 neu gewählt:
Herta Schindler, Kassel (1. Vorsitzende)
Isabel Morgenstern, Berlin (Stellvertretende Vorsitzende)
Irene Sperfeld, Dresden (Stellvertretende Vorsitzende)
Prof. Dr. Constanze Schulze-Stampa, Nürtingen (Schriftführerin)
Michael Kastl, Flensburg (Kassenwart)

 
1. Vorsitzende: Herta Schindler, Kassel

Ausbildung/ Weiterbildung
Erzieherin, Dipl. Sozialpädagogin (Gesamthochschule Kassel), Systemische Therapeutin und Lehrtherapeutin (SG), Systemische Supervisorin (DGSF), Systemaufstellerin (DGFS), Poesie- und Bibliotherapie (Fritz Perls Institut). 

Berufliche Tätigkeit/ Aktivitäten
ab 1992 Leitung autobiografischer Schreibgruppen; ab 2009 Lehrtherapeutin am SI Kassel; 2010 Mitgründerin des Fachverbands Biografiearbeit - FaBiA e.V.; ab 2012 Konzept und Leitung der einjährigen Weiterbildung Biografiearbeit unter systemischer Perspektive; 2015 Gründung des Systemischen Instituts Mitte – SYIM, Kassel; Referententätigkeit im Bereich Biografiearbeit u.a. für Jugendämter, Weiterbildungsinstitute, Tagungen etc.; 2025 Initiatorin und Mitveranstalterin der bundesweiten Fachtagung Mit meiner Stimme - Systemische Biografiearbeit, Kooperation von SYIM mit der Universität Kassel.

Schwerpunkte
Biografiearbeit und Systemische Therapie in eigener Praxis; Leitung von Weiterbildungen in systemisch orientierter Biografiearbeit; biografisch orientierte Supervision im Kontext Pflege- und Adoptionsfamilien und Jugendamt-Teams

Publikationen (Auswahl)

Schindler H. (2022) Sich selbst beheimaten. Grundlagen systemischer Biografiearbeit. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Schindler H. (2022) “Voyage de Pentecote“ (Pfingstreise); “Ce que j’ai vu et entendu à propos de mourir“ (Was ich vom Sterben sah und hörte). In: Epistolettre (Briefe) - französische Jahresschrift der Föderation der psychoanalytischen Ateliers (Fédération des Ateliers de Psychoanalyse) Nr. 50 (Übersetzung ins Französische durch die Psychotherapeutin Catherine Petiteau).

Schindler H. (2015) Konzipierung der Porträtausstellung „Im Antlitz der Zeit – Gesichter als Spiegel der Biografie“ Realisierung mit Joscha Bongard, Fotos.

Mehr unter: 
www.hertaschindler.de 
Systemisches Institut Mitte SYIM – Weiterbildung Biografiearbeit

Kontakt: info@hertaschindler.de 

 

Stellvertretende Vorsitzende: Isabel Morgenstern, Berlin

Ausbildung/ Weiterbildung
M.A., Studium Biografisches und Kreatives Schreiben (Alice-Salomon-Hochschule Berlin), Theaterpädagogik (Universität der Künste Berlin), Theaterwissenschaften, Nordamerikanische Sprach- und Literaturwissenschaft (Freie Universität Berlin).

Berufliche Tätigkeit/ Aktivitäten
2008 Gründung von Memory Biografie- und Schreibwerkstatt e.V., bis 2017 Konzeption und Leitung von Projekten zur Biografiearbeit für Programme des Bundesfamilienministeriums. Weiterbildung von Fachkräften im Bereich Biografiearbeit u.a. für Jugendämter, Schulen, Fortbildungseinrichtungen, Lehraufträge an Hochschulen. Seit 2010 Pädagogin für Biografisches und Kreatives Schreiben, Konzeption und Durchführung des Lehrgangs Literarisches Schreiben: Autobiografie und Autofiktion – Von der Idee zur Veröffentlichung an Berliner Volkshochschulen.

Schwerpunkte
Biografiearbeit, Biografisches und Kreatives Schreiben

Publikationen (Auswahl)
Schreiben über das wahre "Ich". Interview mit Isabel Morgenstern (2022). In: Börsenblatt - Wochenmagazin für den deutschen Buchhandel, Heft 51/52, S.36.
https://www.boersenblatt.net/service/selfpublisher/schreiben-ueber-das-wahre-ich-266619  

Morgenstern, I. (2022) Traumasensible Biografiearbeit: Sich die Lebensgeschichte (wieder) aneignen. In: Forum sozial - Die berufliche Soziale Arbeit. Zeitschrift deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e. V. 03/2022, S. 28-29.

Morgenstern, I. (2022) Biografiearbeit in der Beratung. In: Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) (Hrsg.): Zukunftsfeld Bildungs- und Berufsberatung VI. Komplexität abbilden und gestalten: Was haben wir im Blick? Bielefeld: W. Bertelsmann, S. 201-216.

Morgenstern, I. (2015) Geschichten, die Mut machen: Biografiearbeit mit Eltern und Großeltern. Dokumentation von Projekten gefördert durch Bundesprogramme des Bundesfamilienministeriums. Berlin: Memory Biografie- und Schreibwerkstatt e.V.

Morgenstern, I. (2011) Projekt Lebensbuch  Biografiearbeit mit Jugendlichen. Mülheim: Verlag an der Ruhr.

Mehr unter:
www.biografisches-schreiben.de 
www.biografiearbeit.net 

Kontakt: info@biografisches-schreiben.de 


Stellvertretende Vorsitzende: Irene Sperfeld, Dresden

Ausbildung/ Weiterbildung
Diplom-Sprechwissenschaftlerin, Mentorin für Systemische Biografiearbeit (FaBia), Systemische Beraterin (DGSF)

Berufliche Tätigkeit/ Aktivitäten
seit 2011 tätig im Internationalen Büro der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs), unter anderem Beratung von und Biografiearbeit mit Studierenden mit Flucht_Migrationsbiografie; seit 2015 Leitung eines ESF-Projekts im Zentrum für Forschung, Weiterbildung und Beratung an der ehs, dies unterstützt migrierte Fachkräfte der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik unter anderem durch biografisches Arbeiten; Sprachcoachin DaZ und Trainerin für Konfliktbearbeitung

Publikationen (Auswahl)
Gulich L., Sperfeld I. (2022) Der lange Weg einer ukrainischen Lehrerin ins sächsische Schulsystem. In: Erziehung und Wissenschaft Sachsen, 07-08/2022.

Gulich L., Sperfeld, I. (2022) Mehr als Mehrsprachigkeit. Saeed Asadi und Susanne Hantschmann aus der Dresdner Kita „Prohliser Spatzennest“ im Gespräch mit Irene Sperfeld aus dem IQ-Projekt am ehs Zentrum. In: Erziehung und Wissenschaft Sachsen, 04/2022.

Gulich L., Sperfeld, I. (2021) Brücken in den Beruf. In: Erziehung und Wissenschaft Sachsen, 10/2021.

Mehr unter: 
https://ehs-dresden.de/index.php?id=606&user_name=Irene.Sperfeld 

Kontakt: irene.sperfeld@posteo.de

 

Schriftführerin: Prof. Dr. Constanze Schulze-Stampa, Nürtingen

Ausbildung/ Weiterbildung
Studium der Kunst an der Grafischen Hochschule Leipzig und Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Kunsttherapie an der Universität zu Köln; Promotion zum Thema: „Konstruktion - Kommunikation - Therapie. Studien zur systemtheoretischen Grundlegung der Kunsttherapie“ an der Universität zu Köln (Abschluss 2004); Ausbildung zur Systemischen Familientherapie, Supervision und Beratung am Systemischen Institut ifs-Essen (Abschluss 2002)

Berufliche Tätigkeit/ Aktivitäten
seit 2020 Professorin für Kunsttherapie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), Fakultät Umwelt, Gestaltung Therapie (FUGT), Studiendekanin für den Master Kunsttherapie/ KTM und stellvertretende Leitung des Institut für Forschung und Entwicklung in den Künstlerischen Therapien/ IKTn; 2006-2020 Professorin für Forschung und Wissenschaftliche Grundlagen in der Kunsttherapie an der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS), Ottersberg; 2026-2021 Sprecherin des Aufbaus des Forschungsschwerpunkts: „Künstlerische Intervention in Gesundheitsförderung und Prävention“ an der HKS; seit 2019 erste Vorsitzende der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien/ WFKT (http://wfkt.de/), seit 2007 Leitung der Arbeitsgruppe „Künstlerische Therapien“ im Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM, www.dkpm.de)

Schwerpunkte
Systemisch-orientierte Grundlagen, Interventionen und Forschungsansätze in der Kunsttherapie in Bereichen der Gesundheitsförderung und Prävention; Interaktionsphänomene in der Kunsttherapie in Gruppen (IiGART); Kunsttherapie in der Multimodalen Schmerztherapie; Kinderzeichnungsforschung; Erinnerungsforschung und Kunsttherapie

Publikationen (Auswahl)
Schulze-Stampa C. (2025) Kunsttherapie – Interdisziplinäre Grundlagen, Interventionen und Anwendungen. Stuttgart: Kohlhammer.

Schulze-Stampa C. (2024) Künstlerische Therapien im Kontext interprofessioneller Zusammenarbeit. PiD - Psychotherapie im Dialog 2024; 25: 19–24. DOI 10.1055/a-2088-5453.

Schulze-Stampa C. (2022) Gruppendynamische Potenziale der Kunsttherapie im Spiegel von Interaktion und Resonanz. Neuroreha 2022; 14: 69–73. DOI 10.1055/a-1816-5546.

Schulze-Stampa C., Schmid G. (Hrsg.) (2021) Kunst und Krankenhaus. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Perspektivwechsel in Gesundheitsförderung und Prävention. Stuttgart: Kohlhammer.

Schulze-Stampa C., Schoch K. (2019) In/ter/ven/tion – in mit durch Kunst. DOI:10.5281/zenodo.3952403

Mehr unter: 
https://www.hfwu.de/constanze-schulze-stampa/ 

Kontakt: schulze-stampa@hfwu.de

 

Kassenwart: Michael Kastl, Flensburg/Ellwangen

Ausbildung/ Weiterbildung
Dipl. Sozialarbeiter/Dipl. Sozialpädagoge (FH), M.A. Erziehungswissenschaften/Erwachsenenbildung (Uni), Mediator (Uni), Systemischer Familientherapeut/Supervisor

Berufliche Tätigkeit/ Aktivitäten
Betriebsleitung
KJSH (Stiftung für Kinder-, Jugend- und Soziale Hilfen) / KJHV Kiel (stationäre, teilstationäre und ambulante Jugendhilfe) / SOZIALZEIT Soziale Hilfen und mehr; 2006 bis 2026 eigene Praxis für Fort- und Weiterbildung, Mediation und Supervision; seit 2006 Tutor/Lehrbeauftragter an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft Bremen (B.A. Soziale Arbeit/B.Sc. angewandte Psychologie); Vorträge zu den Themen Gewalt, Systemsprenger, Grenzgänger in der Jugendhilfe und Eingliederungshilfe

Schwerpunkte
Transgenerationale Traumata, insbesondere im Familiären Kontext für Jugendhilfe und Eingliederungshilfe sowie Möglichkeiten ihrer biografisch-pädagogischen Auflösung

Kontakt: m.kastl@gmx.de 

 

 

 

Wissenschaftlicher Beirat

(setzt sich derzeit neu zusammen)

Dr. Peter Heinl
Prof. Dr. Arist von Schlippe